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Kurz gesagt: Fachstellen empfehlen, das Sackgeld unabhängig von Schulleistungen, Verhalten und Hausarbeit auszuzahlen. Alltägliche Mithilfe im Haushalt gehört zur Familie und wird nicht entlöhnt. Zusätzliche Arbeiten, die über das Normale hinausgehen, können Eltern freiwillig bezahlen.
Beide Quellen sagen im Kern dasselbe. Der Unterschied liegt im Ton: Pro Juventute betont das Nicht-Entlöhnen, PostFinance erwähnt ausdrücklich den Bonus für Extras.
Nach der Taschengeld-Studie von Credit Suisse und Pro Juventute (2017) bekamen 63 Prozent der Kinder Sackgeld ohne Gegenleistung, etwas mehr als ein Drittel musste Hausarbeiten erledigen, meist Haushaltshilfe, Aufräumen oder Haustierpflege. In der PostFinance-Studie 2025 erwarten 27 Prozent der Eltern etwas zurück, vor allem Hausarbeit. Viele Familien machen es also anders als die Fachstellen empfehlen. Das ist verständlich. Es lohnt sich, die Gründe zu kennen.
Das Kind bekommt jede Woche denselben Betrag. Tisch decken, Zimmer aufräumen und Schuhe wegstellen gehören zum Familienleben und werden nicht bezahlt. Vorteil: Das Sackgeld ist eine verlässliche Grösse zum Planen.
Daneben können Kinder Extra-Aufgaben übernehmen, zum Beispiel das Auto waschen, den Keller aufräumen oder im Garten helfen. Diese Jobs bezahlen Eltern freiwillig. Das zeigt, dass sich Einsatz lohnen kann.
Beide Modelle lassen sich kombinieren: festes Sackgeld plus eine kurze Liste bezahlter Extras.
| Alter | Gehört dazu (nicht bezahlt) | Extra (freiwillig bezahlt) |
|---|---|---|
| 6 bis 8 Jahre | Tisch decken, Spielsachen versorgen, Schuhe wegstellen, Pult aufräumen | Ein Beet jäten, beim Auto waschen helfen |
| 9 bis 11 Jahre | Zimmer aufräumen, Tisch abräumen, Haustier füttern | Garage aufräumen, Velos putzen, Altpapier bündeln |
| 12 bis 14 Jahre | Wäsche versorgen, Müll rausbringen, einfach mitkochen | Rasen mähen, Fenster putzen, Nachbarn helfen |
| ab 15 Jahren | Eigenes Zimmer und Wäsche, Mithilfe bei Mahlzeiten | Ferienjob, grössere Gartenarbeiten |
Das sind Beispiele aus unserer Einschätzung, keine Vorgaben von Fachstellen. Entscheidend ist, dass ihr es als Familie vorher festlegt.
Wenn jede Hilfe bezahlt wird, fragen Kinder bald: «Was bekomme ich dafür?» Dann kippt die Familie vom Miteinander in eine Verhandlung. Hilft ein Kind nur noch gegen Geld, ist das ein Zeichen, die Regeln zu klären: Was gehört selbstverständlich dazu, was ist ein Extra? Wichtig ist auch das Gegenstück: Wird Sackgeld gestrichen, weil das Zimmer nicht aufgeräumt ist, lernt das Kind nicht aufzuräumen, sondern dass Geld ein Druckmittel ist.
In Sparonaut legt ihr Jobs pro Kind an und haken sie ab. Dafür gibt es Taler und Abzeichen. Taler sind Übungsgeld zum Ausgeben und Sparen auf Planet Taleria und haben nichts mit echtem Geld zu tun. Das Sackgeld bleibt davon getrennt: Es wird regelmässig gutgeschrieben, wie ihr es vereinbart habt. So sieht das Kind, dass Mithilfe zählt, ohne dass sein Sackgeld davon abhängt.
Wir wollten Sackgeld geben, aber nicht Unmengen Münzen beschaffen und kein echtes Konto für das Kind eröffnen. Mit Sparonaut führt ihr digitales und echtes Kässeli, Jobs und Sparziele eurer Kinder digital an einem Ort, ohne dass echtes Geld fliesst. Nebenbei üben die Kinder in der Geld-Schule mit Übungs-Talern den Umgang mit Geld. Die ersten 14 Tage sind gratis.
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Fachstellen raten davon ab. Haushaltsaufgaben gehören zum Familienleben. Zusätzliche Arbeiten dürfen Eltern aber gerne bezahlen, wenn sie über das Normale hinausgehen.
Davon wird abgeraten. Sackgeld soll unabhängig von Schulleistungen ausbezahlt werden, weil es als Übungsfeld für den Umgang mit Geld gedacht ist.
Alles, was über die normalen Aufgaben hinausgeht: das Auto waschen, im Garten helfen, den Keller oder die Garage aufräumen. Altersgerecht und mit einem vorher vereinbarten Preis.
Dafür gibt es keinen Richtwert der Fachstellen. Vereinbart den Preis vorher, haltet ihn klein und passend zur Arbeit, und führt eine kurze Liste, damit nicht jedes Mal neu verhandelt wird.
Davon raten Pro Juventute und PostFinance ab. Sackgeld ist kein Strafmittel. Besser ist es, über die Aufgaben zu sprechen und klare Regeln zu vereinbaren.
Laut Taschengeld-Studie 2017 bekamen 63 Prozent der Kinder Sackgeld ohne Gegenleistung, etwas mehr als ein Drittel musste Hausarbeiten erledigen. Laut PostFinance-Studie 2025 erwarten 27 Prozent der Eltern eine Gegenleistung.
Zum Beispiel so: In einer Familie helfen alle mit, weil alle hier wohnen. Sackgeld ist euer Geld zum Üben. Extra-Arbeiten, die nicht jeden Tag nötig sind, bezahlen wir.