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Wie viel Sackgeld pro Alter? Richtwerte und Tabelle für die Schweiz
Von Beat Glauser, Sparonaut · Stand: 8. Oktober 2026
Kurz gesagt: Mit 6 Jahren sind laut Budgetberatung Schweiz rund CHF 12 Sackgeld pro Monat angemessen, mit 8 Jahren CHF 20, mit 10 Jahren CHF 35, mit 12 bis 14 Jahren CHF 50 bis 70 und mit 15 bis 18 Jahren CHF 80 bis 110. Kleinere Kinder bekommen das Geld am besten jede Woche, Jugendliche einmal im Monat. «Sackgeld» und «Taschengeld» meinen dasselbe.
Sackgeld-Tabelle nach Alter
Richtwerte der Budgetberatung Schweiz, wie sie PostFinance (Mai 2025) und Pro Juventute wiedergeben. Es sind Orientierungswerte, keine Vorschriften. Die Wochenbeträge sind gerundet (Monatsbetrag geteilt durch 4,3). Für 12 bis 14 Jahre nennt PostFinance CHF 50, Pro Juventute CHF 50 bis 70.
Die Richtwerte im Vergleich: Budgetberatung, Pro Juventute, PostFinance
Wer nach «Sackgeld Schweiz» sucht, findet drei Namen immer wieder: die Budgetberatung Schweiz, Pro Juventute und PostFinance. Ihre Zahlen sehen auf den ersten Blick verschieden aus. Der Grund ist meist der Rhythmus, nicht der Betrag.
| Quelle | 6 Jahre | 8 Jahre | 10 Jahre | 12 bis 14 | 15 bis 18 |
| PostFinance, Blog 2025 (Zahlen der Budgetberatung) | CHF 12 pro Monat | CHF 20 pro Monat | CHF 35 pro Monat | CHF 50 pro Monat | CHF 80 bis 110 pro Monat |
| Pro Juventute (Richtwerte der Budgetberatung) | CHF 3 pro Woche | CHF 5 pro Woche | CHF 18 alle zwei Wochen | CHF 50 bis 70 pro Monat | nicht genannt |
| Frühere Richtlinie der Budgetberatung (Version 2023/24) | CHF 1 pro Woche | CHF 3 pro Woche | CHF 20 bis 30 pro Monat (10 bis 11 Jahre) | CHF 30 bis 50 pro Monat | CHF 50 bis 100 pro Monat |
| Was Familien tatsächlich bezahlen (PostFinance-Studie 2025) | etwa CHF 5 bis 15 pro Monat bei 5 bis 10 Jahren | – | 14 Jahre: im Schnitt CHF 40 | 16 Jahre: im Schnitt CHF 90 |
Wo die Quellen übereinstimmen
- Sackgeld beginnt etwa mit dem Schuleintritt, sobald das Kind sich für Geld interessiert und einfache Beträge versteht.
- Es wird regelmässig und unaufgefordert ausbezahlt.
- Es ist keine Belohnung und keine Strafe. Es hängt nicht von Noten oder Verhalten ab.
- Es gibt keinen Vorschuss. Ist das Geld weg, wartet das Kind bis zum nächsten Zahltag.
- Kleinere Kinder bekommen es kürzer, ältere in längeren Abständen. Ab etwa 12 Jahren ist der Jugendlohn eine Alternative.
Wo sie sich unterscheiden
- Neu gegen alt: Die Budgetberatung hat ihre Richtwerte Anfang 2025 angehoben, weil vieles teurer geworden ist. Laut Blick lag der Betrag für 6-Jährige früher bei CHF 4 pro Monat und liegt jetzt bei CHF 12. Ältere Seiten im Internet nennen oft noch die Werte von vorher, zum Beispiel «1 Franken pro Woche und Schuljahr».
- Rhythmus: Pro Juventute empfiehlt wöchentlich bis zur 3. Klasse, alle zwei Wochen ab der 4. Klasse und monatlich ab der Oberstufe. PostFinance nennt wöchentlich für jüngere Kinder, alle zwei Wochen ab etwa 12 Jahren und monatlich ab etwa 15 Jahren. Wir halten es für sinnvoll, den Wechsel dem Kind anzupassen.
- 12 bis 14 Jahre: CHF 50 (PostFinance) oder CHF 50 bis 70 (Pro Juventute). Die Bandbreite zeigt, wie stark es von der Familie abhängt.
- Empfehlung gegen Wirklichkeit: Die Richtwerte liegen über den Beträgen, die Familien im Schnitt zahlen. Wer weniger gibt, macht nichts falsch. Die Budgetberatung betont, Sackgeld sei eine freiwillige Leistung und solle zum Familienbudget passen.
Sackgeld nach Alter: 6 bis 18 Jahre
Betrag und Rhythmus stammen aus den oben genannten Quellen. Typische Ausgaben, Lernziele, Fehler und Tipps sind unsere praktische Einschätzung, gestützt auf die Empfehlungen der Fachstellen. Wo wir eine Aussage direkt aus einer Quelle haben, nennen wir sie.
Sackgeld mit 6 Jahren
CHF 12 pro Monat, etwa CHF 3 pro Woche- Typische Ausgaben
- Glace, Süssigkeiten, ein Heftli, kleine Spielsachen oder Sammelfiguren.
- Lernziele
- Münzen und Noten unterscheiden. Merken, dass das Geld im Kässeli weniger wird, wenn man es ausgibt. Eine Woche auf etwas warten.
- Häufige Fehler
- Der Betrag wird nicht regelmässig bezahlt. Das Kind bekommt einen Vorschuss, wenn das Geld schon am zweiten Tag weg ist. Eltern kaufen die Wünsche, die das Sackgeld nicht deckt.
- Tipps für Eltern
- Wöchentlich am selben Tag und zu Beginn in bar auszahlen, wie es Pro Juventute empfiehlt. Das Kind darf an der Kasse selbst bezahlen. Als Sparbetrag nennt PostFinance CHF 3 pro Monat.
Sackgeld mit 7 Jahren
CHF 16 pro Monat, etwa CHF 4 pro Woche- Typische Ausgaben
- Wie mit 6 Jahren, dazu kleine Geschenke für Freunde oder Geschwister und Sammelkarten.
- Lernziele
- Preise vergleichen und einen Wunsch aufschreiben. Ein erstes kleines Sparziel, das nach wenigen Wochen erreicht ist.
- Häufige Fehler
- Das Sparziel ist zu gross. Pro Juventute hält kurzfristige Ziele für passend, die nur wenige Wochen dauern, weil langfristige für jüngere Kinder kaum greifbar sind.
- Tipps für Eltern
- Bei einer Wunschliste helfen: Was kostet es, wie viele Wochen dauert es? Fehlkäufe nicht kommentieren, sondern fragen, wie es sich anfühlt. PostFinance nennt CHF 4 pro Monat zum Sparen.
Sackgeld mit 8 Jahren
CHF 20 pro Monat, etwa CHF 5 pro Woche- Typische Ausgaben
- Eis, Znüni, Hefte, Spiele, ein Ausflug mit Freunden, kleine Geschenke.
- Lernziele
- Das Geld in «ausgeben» und «sparen» aufteilen. Zwischen zwei Dingen wählen und merken, dass das Geld nur für eines reicht.
- Häufige Fehler
- Alles auf einen Schlag ausgeben und dann auf Rettung warten. Oder umgekehrt: alles sparen, weil die Eltern es erwarten. Beides sagt dem Kind nichts über seine eigenen Wünsche.
- Tipps für Eltern
- Zwei beschriftete Gläser oder Umschläge einführen, wie sie Pro Juventute für das Sparen vorschlägt. PostFinance nennt CHF 5 pro Monat zum Sparen. In der Deutschschweiz verfügen Kinder laut Taschengeld-Studie 2017 im Schnitt ab 8 Jahren frei über Sackgeld.
Sackgeld mit 9 Jahren
CHF 30 pro Monat, etwa CHF 15 alle zwei Wochen- Typische Ausgaben
- Sammelkarten, Spiele, Ausflüge, Geschenke, ab und zu ein Kino- oder Schwimmbadeintritt.
- Lernziele
- Zwei Wochen überblicken statt einer. Einen Teil bewusst für später zurücklegen.
- Häufige Fehler
- Der Wechsel auf einen längeren Rhythmus kommt zu früh oder gar nicht. Pro Juventute sieht den Zwei-Wochen-Rhythmus ab der 4. Klasse vor, viele Familien bleiben aber länger bei wöchentlich.
- Tipps für Eltern
- Gemeinsam entscheiden, ob wöchentlich weiter passt. Den Zahltag im Familienkalender eintragen. Das Kind soll sagen können, wofür es sein Geld bis zum nächsten Zahltag braucht.
Sackgeld mit 10 Jahren
CHF 35 pro Monat, etwa CHF 8 pro Woche oder CHF 18 alle zwei Wochen- Typische Ausgaben
- Sammelkarten, Spiele, Zvieri mit Freunden, Geschenke zu Geburtstagen, Zeitschriften.
- Lernziele
- Zwischen Sofort-Kauf und einem grösseren Wunsch entscheiden. Preise und Qualität vergleichen. Verzichten können, ohne dass es wehtut.
- Häufige Fehler
- Eltern mischen sich bei jedem Kauf ein. Oder das Sackgeld wird mit Geburtstagsgeld und Geschenken vermischt, sodass das Kind den Überblick verliert.
- Tipps für Eltern
- Geldgeschenke getrennt führen, zum Beispiel in einem eigenen Sparziel. Kaufentscheide ruhig dem Kind überlassen und nur auf Wunsch beraten. Den ersten Gedanken an eine Erhöhung auf den nächsten Geburtstag legen.
Sackgeld mit 11 Jahren
CHF 40 pro Monat, etwa CHF 20 alle zwei Wochen- Typische Ausgaben
- Zvieri und Znüni auswärts, Spiele, Kleinigkeiten für Hobbys, Geschenke, erste Sparziele über mehrere Monate.
- Lernziele
- Ein einfaches Budget auf Papier führen. Wünsche und Bedürfnisse unterscheiden. Einem Gruppendruck («alle haben das») widerstehen.
- Häufige Fehler
- Das Kind vergleicht sich mit Freunden, und die Eltern passen den Betrag aus schlechtem Gewissen an. Besser ist es, die Höhe an der eigenen Familie auszurichten. Die Budgetberatung betont, dass die Höhe zu den Möglichkeiten der Familie passen soll.
- Tipps für Eltern
- Vor dem Übertritt in die Oberstufe besprechen, welche Ausgaben künftig dazukommen könnten, etwa Handy oder Kleider, und was das für das Sackgeld bedeutet.
Sackgeld mit 12 Jahren
CHF 50 bis 70 pro Monat- Typische Ausgaben
- Essen unterwegs, Kino, Kleinigkeiten für das Hobby, Geschenke, Games, oft schon Zubehör für das Handy.
- Lernziele
- Einen ganzen Monat einteilen. Ein Sparziel über mehrere Monate verfolgen. Fixe und freie Ausgaben auseinanderhalten.
- Häufige Fehler
- Monatsbetrag ohne Übergang: Das Geld ist nach zehn Tagen weg, und die Eltern springen ein. Besser ist es, den Wechsel zu begleiten und in den ersten Monaten kurz hinzuschauen.
- Tipps für Eltern
- Monatlich auszahlen, wie es Pro Juventute ab der Oberstufe vorsieht. PostFinance nennt für diese Altersstufe zwei Wochen als Zwischenschritt. Sowohl Pro Juventute als auch PostFinance nennen ab etwa 12 Jahren den Jugendlohn als Alternative: Die Jugendlichen übernehmen bestimmte Lebenskosten selbst.
Sackgeld mit 13 Jahren
CHF 50 bis 70 pro Monat- Typische Ausgaben
- Essen auswärts, Kino, Kleider, Zubehör, Streaming oder Games, falls sie nicht die Eltern bezahlen.
- Lernziele
- Verantwortung für feste Ausgaben übernehmen. Erste Erfahrungen mit eigenem Verdienst. Wissen, was ein Abo wirklich kostet.
- Häufige Fehler
- Abos und In-App-Käufe schleichen sich ein, ohne dass jemand die Summe im Blick hat.
- Tipps für Eltern
- Gemeinsam eine kurze Liste führen: Was zahlt das Kind selbst, was die Eltern? PostFinance nennt ab 13 Jahren Teilzeit- oder Ferienjobs als Möglichkeit. Informiert euch vorher über die Regeln für Jugendarbeit.
Sackgeld mit 14 Jahren
CHF 50 bis 70 pro Monat- Typische Ausgaben
- Kleider, Handyabo oder Guthaben, Freizeit mit Freunden, Essen unterwegs, kleine Technik.
- Lernziele
- Fixkosten (zum Beispiel Handyabo) und freie Ausgaben getrennt planen. Sich nicht verschulden. Sparen für etwas Grösseres wie ein Velo oder einen Kurs.
- Häufige Fehler
- Die Eltern erhöhen nicht, obwohl neue Ausgaben dazukommen. Oder umgekehrt: Das Kind übernimmt Kosten, ohne dass klar ist, wofür das Geld jetzt reichen soll. Zur Einordnung: Laut PostFinance-Studie 2025 bekommt ein 14-Jähriger im Schnitt CHF 40 pro Monat, die Richtwerte liegen höher.
- Tipps für Eltern
- Die Abmachung schriftlich festhalten. Die Budgetberatung rät, Beträge und Verwendungszweck in einem Budget oder einer Vereinbarung zu notieren. Bei Schulden helfen, ohne zu schimpfen. Das rät auch Pro Juventute.
Sackgeld mit 15 bis 18 Jahren
CHF 80 bis 110 pro Monat- Typische Ausgaben
- Kleider, Handy, Abos, Essen, Ausgang, Hobbys, Velo oder Mofa, später ein Teil der Mobilität.
- Lernziele
- Ein monatliches Budget führen. Rechnungen im Blick behalten. Ein Konto mit E-Banking und Twint sicher nutzen. Für grössere Ziele wie Führerschein oder Reise sparen.
- Häufige Fehler
- Schulden durch Abos oder Ratenkäufe, Vorschüsse der Eltern, die zur Gewohnheit werden, oder ein Betrag, der mit den übernommenen Ausgaben nicht mehr zusammenpasst.
- Tipps für Eltern
- Ab etwa 15 monatlich auszahlen, wie PostFinance es empfiehlt, am besten aufs Konto, damit E-Banking geübt wird. Den Jugendlohn prüfen: Der Betrag deckt dann feste Ausgaben wie Kleider und Handy. Laut PostFinance-Studie 2025 bekommen 16-Jährige im Schnitt CHF 90 pro Monat.
Wöchentlich oder monatlich auszahlen?
Kurzantwort: Kinder im Primarschulalter bekommen ihr Sackgeld am besten jede Woche. Ab der 4. Klasse kann es alle zwei Wochen sein, ab der Oberstufe monatlich.
Ein kurzer Rhythmus ist für jüngere Kinder leichter, weil sie eine Woche überblicken, einen Monat aber kaum. Wichtiger als die Wahl ist, dass das Geld regelmässig und unaufgefordert kommt, am besten immer am selben Wochentag. In der PostFinance-Studie 2025 sind wöchentliche Auszahlungen bei 8- bis 12-Jährigen am häufigsten, ab 13 Jahren dominiert der Monat. Der Wechsel darf stufenweise erfolgen: erst alle zwei Wochen, dann monatlich. Ältere Kinder können das Geld direkt aufs Konto bekommen und so E-Banking üben.
Wann das Sackgeld erhöhen?
- Zum Geburtstag oder zum Schuljahresbeginn. Ein fester Zeitpunkt vermeidet Diskussionen. Mehr Alter bedeutet mehr Verantwortung.
- Beim Übertritt in die Oberstufe. Hier kommen oft neue Ausgaben dazu, etwa Handy, Kleider oder Essen unterwegs.
- Wenn das Kind neue Ausgaben übernimmt. Wer ab jetzt das Handyabo zahlt, braucht mehr Geld.
- Nicht als Belohnung. Eine Erhöhung für gute Noten widerspricht den Empfehlungen von Pro Juventute.
- Nicht aus schlechtem Gewissen. Die Höhe richtet sich nach dem Budget der Familie, nicht nach dem, was die Freunde bekommen.
Was sollte vom Sackgeld bezahlt werden?
Pro Juventute beschreibt Sackgeld als Geld für persönliche Wünsche und Vergnügen, nicht für Notwendiges. Was das Kind selbst bezahlt, legt ihr gemeinsam fest, bevor es losgeht. Danach gilt: Das Kind entscheidet frei, wofür es sein Geld ausgibt.
| Bezahlen die Eltern | Verhandelbar (vorher abmachen) | Bezahlt das Kind |
| Kleider, Schuhe, Schulmaterial, Körperpflege, Krankenkasse, Essen zu Hause | Handyabo, Kleider über das Normale hinaus, Velo oder Mofa, Streaming, Coiffeur | Süssigkeiten, Glace, Spiele, Sammelkarten, Kino, Geschenke für Freunde |
Mit der Oberstufe übernehmen viele Familien einzelne feste Ausgaben. Die Budgetberatung nennt als Beispiele Handy, Kleider, Schuhe und Körperpflege, die Eltern ab der Oberstufe zum frei verfügbaren Betrag dazurechnen können. Haltet das schriftlich fest, damit klar ist, wofür das Geld reichen muss.
Häufige Sackgeld-Fehler
- Kein fester Zahltag. Ohne Rhythmus lernt das Kind nicht zu planen. Es muss betteln oder fragen.
- Vorschuss oder Kredit. Pro Juventute rät klar davon ab. Wer sich Geld vorschiessen lässt, lernt nicht, mit dem Betrag auszukommen.
- Sackgeld als Belohnung oder Strafe. Es verliert damit seine Rolle als Übungsfeld. Mehr dazu in Sackgeld und Aufgaben.
- Hausarbeit bezahlen. Alltägliche Mithilfe gehört zur Familie. Zusätzliche Arbeiten dürfen Eltern freiwillig entlöhnen.
- Keine Abmachung, wofür das Geld ist. Dann streiten Eltern und Kinder bei jedem Kauf.
- Jeden Kauf kommentieren. Wer ständig dreinredet, nimmt dem Kind die Erfahrung. Ein Fehlkauf ist ein günstiger Lehrer.
- Den Betrag nie anpassen. Ein Betrag, der drei Jahre gleich bleibt, passt irgendwann nicht mehr zum Alter.
- Geschenke und Sackgeld vermischen. Das Kind weiss dann nicht, was es wirklich zur Verfügung hat.
Sackgeld als Lerninstrument
Die Zahlen oben sind nur die halbe Antwort. Der Betrag entscheidet weniger als das, was ein Kind damit erlebt: Es hat etwas in der Hand, entscheidet, kauft, merkt, dass das Geld weg ist, und kann am nächsten Zahltag etwas anders machen. Fachstellen sehen darin den Kern: Ein Kind lernt, mit Geld umzugehen, indem es mit eigenem Geld übt, auch mit schlechten Käufen. Die Budgetberatung Schweiz sagt es so: Kinder sollen dank Sackgeld möglichst früh lernen, mit Geld umzugehen.
Wie das gelingt, erklären wir im Artikel Kinder lernen den Umgang mit Geld durch Erfahrungen. Wie ihr Jobs und Sackgeld sinnvoll trennt, steht in Sackgeld und Aufgaben im Haushalt. Und ob bar oder digital besser passt, klärt Sackgeld bar oder digital. Für den Start hilft Ab wann Sackgeld.
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Warum Kinder Erfahrungen brauchen.
Der richtige Zeitpunkt und der Start.
Haushalt und Sackgeld trennen.
Die Übersicht zu Sackgeld in der Schweiz.
Quellen
Häufige Fragen
Wie viel Sackgeld bekommt ein Kind mit 6 Jahren?
Die Budgetberatung Schweiz nennt rund CHF 12 pro Monat, das sind etwa CHF 3 pro Woche. Für den Anfang reicht ein kleiner Betrag, der jede Woche am selben Tag ausbezahlt wird.
Wie viel Sackgeld ist mit 8 Jahren üblich?
Als Richtwert gelten rund CHF 20 pro Monat, also etwa CHF 5 pro Woche. Tatsächlich zahlen viele Familien weniger: Laut PostFinance-Studie 2025 liegen die Beträge bei 5- bis 10-Jährigen bei etwa CHF 5 bis 15 pro Monat.
Wie viel Sackgeld ist mit 10 Jahren üblich?
Als Richtwert gelten rund CHF 35 pro Monat, also etwa CHF 8 pro Woche oder CHF 18 alle zwei Wochen. Mit dem Betrag lernen Kinder, zwischen Sofort-Kauf und Sparen für einen grösseren Wunsch zu entscheiden.
Wie viel Sackgeld bekommt ein 12-Jähriger?
Pro Juventute nennt CHF 50 bis 70 pro Monat für 12 bis 14 Jahre, PostFinance CHF 50. Ab der Oberstufe wird das Sackgeld monatlich ausbezahlt. Ab etwa 12 Jahren ist auch ein Jugendlohn eine Möglichkeit.
Wie viel Sackgeld bekommen 15- bis 18-Jährige?
Die Richtwerte liegen bei CHF 80 bis 110 pro Monat. Laut PostFinance-Studie 2025 bekommen 16-Jährige im Schnitt CHF 90. Oft sind davon feste Ausgaben wie Handy oder Kleider zu bezahlen.
Ist es Sackgeld oder Taschengeld?
Beides ist dasselbe. In der Schweiz ist «Sackgeld» gebräuchlicher, in Deutschland spricht man von «Taschengeld». Für die Suche im Internet lohnt es sich, beide Wörter zu verwenden.
Wöchentlich oder monatlich: Was ist besser?
Für Kinder im Primarschulalter ist wöchentlich besser, weil sie eine Woche überblicken. Pro Juventute empfiehlt ab der 4. Klasse alle zwei Wochen und ab der Oberstufe monatlich.
Warum nennen verschiedene Quellen verschiedene Beträge?
Die Budgetberatung hat ihre Richtwerte Anfang 2025 erhöht, ältere Seiten nennen noch die früheren Werte. Dazu kommt, dass die Quellen unterschiedliche Rhythmen verwenden (pro Woche, alle zwei Wochen, pro Monat), und dass tatsächlich bezahlte Beträge meist tiefer liegen als die Richtwerte.
Muss man Sackgeld überhaupt geben?
Nein. Die Budgetberatung nennt Sackgeld eine freiwillige Leistung der Eltern, Pro Juventute schreibt, die Höhe solle zum Familienbudget passen. Sinnvoll ist es als Übungsfeld für den Umgang mit Geld.
Muss das Sackgeld jedes Jahr steigen?
Es muss nicht, aber eine regelmässige Anpassung, zum Beispiel zum Geburtstag oder zum Schuljahresbeginn, macht Sinn: Mit dem Alter wachsen die Ausgaben und die Verantwortung des Kindes.
Was soll ein Kind vom Sackgeld selbst bezahlen?
Persönliche Wünsche wie Süssigkeiten, Spiele oder Kino. Was nötig ist, etwa Kleider und Schulmaterial, bezahlen die Eltern. In der Oberstufe übernehmen viele einzelne feste Ausgaben wie das Handyabo und erhalten dafür mehr Sackgeld.
Darf man Sackgeld streichen, wenn das Kind etwas anstellt?
Davon raten Pro Juventute und PostFinance ab. Sackgeld ist kein Erziehungsmittel und soll unabhängig von Noten und Verhalten regelmässig bezahlt werden.
Was ist ein Jugendlohn?
Beim Jugendlohn erhalten Jugendliche ab etwa 12 Jahren einen monatlichen Betrag und übernehmen damit bestimmte Lebenskosten wie Kleider oder Handy selbst. Pro Juventute und PostFinance nennen ihn als Alternative zum Sackgeld.
Geschrieben von Beat Glauser. Er ist Vater von vier Kindern, seit 25 Jahren im Finanzwesen und Banking tätig und entwickelt Sparonaut. Beträge und Empfehlungen nennen wir nur mit Quelle und sagen, wo sich die Quellen unterscheiden. Fehler gefunden oder eine Ergänzung? info@sparonaut.com